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Die Rückkehr zur ambulanten Badekur

01. Juni 2020

Die Rückkehr zur ambulanten Badekur

Warum ausgerechnet eine Rückkehr zur ambulanten Badekur ein besonders nachhaltiger Weg ist, um die Corona-Krise in einem Teilbereich zu bewältigen, hat mehrere Gründe, die wir hier kurz darstellen wollen.

Vielleicht der allerwichtigste Grund vorneweg: Die Badekur ist kerngesund. Das ist sicherlich unbestritten. Wer sich bis zu drei Wochen intensiv mit der eigenen Gesundheit beschäftigt, regelmäßig Wassergymnastik macht und Anwendungen erhält, wird gesundheitlich dauerhaft die Heimreise antreten. Soviel ist sicher, das ist aber freilich keine neue Erkenntnis.

Von den 21.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze, die alleine im Rottaler Bäderdreieck von den Thermalbadebetrieben abhängen, sind viele in akuter Gefahr. In diesem Wissen wäre eine Rückkehr der Badekur als Pflichtleistung eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Geht man von 5.000 gefährdeten Arbeitsplätzen aus – das ist leider mehr als realistisch - ist die Rechnung einfach. Bei Kosten von 675 Euro für die Krankenkassen pro Teilnehmer ist das Investitionsvolumen der Krankenkassen überschaubar. Wir rechnen mit einer Wertschöpfung alleine für die Krankenkassen durch Beiträge der genannten 5.000 Jobs. Rentenversicherung, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung hinzugerechnet, summiert sich der Betrag schnell auf über 40 Millionen Euro im Jahr. Ausgehend von gut 16.000 Badekuren im ganzen Freistaat stehen 11.000.000 Millionen Ausgaben für die Kassen gegenüber. Es würden alle Beteiligten profitieren: Gastgeber, Einzelhandel, Dienstleister und Beherberger ebenso wie die Rottal Terme – und natürlich die Gäste, die in den Genuss der Behandlungen kommen und ihre Gesundheit stärken.

Deshalb unser Vorschlag: Auf schnellstem Wege muss die ambulante Badekur wieder eine Pflichtleistung der Krankenkassen werden!

Luftbild der Rottal Terme
Luftbild der Rottal Terme