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Autonomer Kleinbus

Autonomer Kleinbus

Autor: Viktor Gröll

Der erste Autonome Kleinbus Deutschlands fährt seit 25. Oktober hier im ländlichen Bad und wird von der Deutschen Bahn betrieben.

Der Kurort Bad Birnbach ist, malerisch eingebettet in den sanften Auen der Rott und dem Rottaler Hügelland, als „ländliches Bad“ im ganzen deutschsprachigen Raum bestens bekannt. Viele Innovationen, vor allem im Bereich der Kurortmedizin und der Entwicklung im ländlichen Raum, sind von hier ausgegangen. Jetzt schreibt der Kurort gemeinsam mit dem Landkreis Rottal-Inn, der die Federführung übernommen hat, ein wichtiges Kapitel in der Geschichte des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Seit Oktober 2017 wird hier der erste autonome Bus im öffentlichen Raum eingesetzt. Seit Monaten waren die Verantwortlichen von Landkreis und Marktgemeinde mit Entwicklern von Deutscher Bahn, Regionalbus Ostbayern und der französischen Firma „easy mile“ in Kontakt, um das Projekt zu realisieren. Bad Birnbach hat sich als idealer Ort für den Testbetrieb herausgestellt. Der örtliche Bahnhof liegt rund eineinhalb Kilometer vom Ortszentrum entfernt. Die Rottalbahn bedient Bad Birnbach im Stundentakt. Mit dem autonomen Bus kann noch diese Jahr jeder an- und abfahrende Zug bequem erreicht werden – die „letzte Meile“ zum Ort ist damit geschlossen. Dann wird nämlich neben dem Neuen Marktplatz, Artrium und Rottal Terme der Bahnhof in Leiten als neue Haltestelle angefahren. Da sowohl der öffentliche Personennahverkehr in den Entwicklungskonzepten von Landkreis und Marktgemeinde eine ebenso wichtige Rolle einnimmt wie die E-Mobilität, ergab sich für alle Beteiligten schnell ein stimmiges Bild.

Dem Betrieb in Bad Birnbach ging ein monatelanger Feldtest auf einem Firmengelände in Leipzig voraus. Hier konnten die notwendigen Erfahrungen gesammelt werden. Die Busse können derzeit bis zu 6 Personen gleichzeitig befördern und sind barrierefrei und behindertengerecht ausgestattet. Sicherheit steht stets an oberster Stelle. So wird die Geschwindigkeit vorerst auf 15 km/h beschränkt werden. Der Bus ist zudem mit einer Vielzahl an Sensoren ausgestattet. GPS und Ortungseinrichtungen sorgen für die Sicherheit der Passagiere und der anderen Verkehrsteilnehmer. Die zu fahrende Strecke wird exakt programmiert und von den Bussen „gelernt“. Außerdem werden in der Pilotphase Begleitpersonen an Bord sein, die jederzeit eingreifen können.

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