Zum Inhalt springen Zur Navigation springen
Löwenbrunnen - Quellen des Lebens

Löwenbrunnen - Quellen des Lebens

Aus dem Löwenbrunnen fließt heilsames Bad Birnbacher Thermalwasser.

Die eigentliche Geburtsstunde der Rottal Terme (sie öffnete 1976 ihre Pforten) geht ins Jahr 1972 zurück. Exakt am 22. März 1972 überreichte der CSU-Ortsverband in der Lenghamer Schneiderstube von Ferdinand Gerner, dem heutigen CSU-Ehrenvorsitzenden, einen Brief an den Kaufmann Ludwig Mayer in Eggenfelden, der sich mit den Wünschen der Birnbacher an den zukünftigen Landrat des Rottal-Landkreises befasste. Darin enthalten sind unter anderem folgende, deutlich zum Ausdruck gebrachte Forderungen: „Betreiben des Baues der Ortsumgehung Birnbach der B388 bei den zuständigen Stellen, Maßnahmen des Landkreises zur Prüfung der Realisierbarkeit einer Thermalwassernutzung in Birnbach und Förderung der Bestrebungen zur Aufstufung von Birnbach zum Unterzentrum.

Längst hatten Hans Putz und Ludwig Mayer vereinbart, im Falle ihrer Wahl nach dem heißen Wasser zu bohren, insgesamt also ein drittes Mal. Schon 1973, ein Jahr nach der Wahl, setzten sie ihr Versprechen um. Es ist heute wohl nur noch schwer nachvollziehbar, welche Zitterpartie sich damals wirklich abspielte. Das finanzielle Risiko war enorm hoch. Die Bohrung kostete eine Million D-Mark, damals unglaublich viel Geld. Mittel, die weder der Landkreis, noch die Gemeinde Birnbach hatte. Umso mehr wurden die Nerven der Verantwortlichen strapaziert, als der Bohrkopf Meter um Meter in die Tiefen des Urgesteins vordrang – zunächst ohne Erfolg. Erst, als der Bohrkopf exakt 1.618 Meter in die Tiefe des Urgesteins vorgedrungen war, stieß man auf 70 Grad heißes Thermalwasser.

Während der Einweihung des Pfarrkirchner Krankenhauses wurde endlich die Nachricht überbracht: „Wir sind fündig“. Die Feierlichkeiten in der Kreisstadt waren schnell beendet, denn alle eilten aufgeregt zur Bohrstelle nach Birnbach. Schon bald entwickelte sich ein „Badetourismus“ der besonderen Art.

Mit Kannen, Kübeln und anderen Gefäßen wurde das heilende Wasser aufgefangen und nach Hause transportiert. Und nicht nur die Jugend hatte ihren Spaß daran, in provisorisch aufgebauten Badewannen ein Vollbad im unverfälschten Thermalwasser zu nehmen. Die Freude über den Fund war riesig. Von unglaublichen Heilerfolgen bei Rheumaleiden war schon bald die Rede.

Aber hat es auch die erhoffte Heilkraft? Es hat, und dass dem so ist, wird seit dem Ergebnis der balneologischen Untersuchungen immer wieder aufs Neue bestätigt. Der Quelle wird als „fluoridhaltige Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Therme“ sogar hoher medizinischer Wert beigemessen. Bereits 1979 hatte dies der Balneologe Prof. Dr. Heinrich Drexel von der TU München in einem wegweisenden Gutachten festgestellt. Die notwendigen medizinischen Untersuchungen an den Patienten hatte von 1976 bis 1978 der unvergessene Birnbacher Arzt Dr. Erich Oberhauer durchgeführt. Er war auch der erste Kurarzt in Birnbach. Jürgen Brauerhoch, Werbemann der ersten Stunde, brachte es ganz pragmatisch auf den Punkt: „Dieses Wasser hilft gegen Rheumatismus und Pessimismus“, schrieb er einst.

Den Schatz aus der Tiefe schätzt man in Bad Birnbach bis heute sehr. Nicht umsonst hat man 1986 zum 10. Geburtstag der Rottal Terme einen eigenen „Thermentempel“ mit dem Löwenbrunnen mitten im Kurpark errichtet. Dieser Brunnen wird mit dem unverfälschten Thermalwasser direkt aus der Chrysantiquelle gespeist. Drei steinerne Löwen, geschlagen aus rotem Veroneser Marmor, bewachen die Quellfassung seither symbolisch.

frei zugänglich / immer geöffnet

Karte

Bitte geben Sie Ihre Startadresse ein

Geben Sie bitte Ihren gewünschten Abfahrtsort ein. Sie können auch die Straße und Hausnummer mit eingeben, für eine genaue Berechnung der Strecke.