Zum Inhalt springen Zur Navigation springen
Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

1695 wurden von Hofmarksherrn Freiherr von Schmid die Reliquien des heiligen Chrysanthus aus Rom nach Bad Birnbach gebracht.

Geschichte: Erstmals ist im 9. Jahrhundert eine Kirche in Birnbach erwähnt. In einer Urkunde der Zeit von 818 – 838 wird von einer „Una basilica ad Perinpah“ berichtet. Durch diese Kirche, die sicher anfangs nur aus Holz errichtet war, wurde Birnbach zum Mittelpunkt einer Pfarrei gleichen Namens. Nachweislich jedoch wird diese erst um 1200 urkundlich bestätigt. Um 1160 wird die Birnbacher Kirche vom Passauer Domdekan Rubertus als seine Kirche bezeichnet. Er war offiziell zugleich Pfarrer von Birnbach und die Kirche in Birnbach dem Passauer Domkapitel zugehörig. Dies wird einem verständlich, wenn man die erste urkundliche Erwähnung Birnbachs beachtet, die besagt, dass am 24. Juni 812 Ruman und Gebhard, zwei Edelfreie, ihr Vermögen in Birnbach an die Passauer Bischofskirche übergeben haben. Im Jahre 1241 ist der erste namentlich bekannte Priester von Birnbach aufgeführt; es war der Magister Chuno, Notar des Pfalzgrafen Rapoto von Ortenburg. Seit diesem Zeitpunkt sind die Pfarrer von Birnbach fast lückenlos namentlich bekannt. Die heutige spätgotische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde 1483 erbaut und musste im Jahr 1675 nach einem Brand erneuert werden. 1734 lies Caspar von Schmid die Chrysanthikapelle im Rokoko-Stil, vermutlich als Grabgelege für seine Familie gedacht, anbauen. Bereits 1706 beschädigte eine Feuersbrunst den an der Südseite positionierten Kirchturm so stark, dass dieser bis auf zwei Geschoße abgetragen und schließlich 1772 ganz abgebaut wurde. Er wurde 1828 durch einen klassizistischen, 42,15 Meter hohen Turm an der Ostseite ersetzt. Im Laufe der Zeit veränderte die Pfarrkirche ihr Aussehen. So wurde in den 1880er Jahren der Innenraum im Stil der Neogotik gestaltet. Aus dieser Zeit stammt auch der Hochaltar, der die Krönung Mariens zeigt. Im Laufe der Zeit änderte sich jedoch das ästhetische Empfinden. So wurde bei einer Innenrenovierung 1949 unter Pfarrer Peter der Überschwang der Neogotik zurückgenommen und die heutige spätgotische Farbfassung geschaffen. Von 2012 bis 2014 wurde in zwei Abschnitten eine umfassende Innenrenovierung durchgeführt. Die Kirche erstahlt seither wieder in frischen Farben, mit neuen Kirchenstühlen und Eingangstüren sowie einer neuen Heizung und Beleuchtung. Zudem wurden von den fünf Kirchenglocken drei Stahlglocken durch neue Bronzeglocken ersetzt. Mit den beiden vorhandenen Bronzeglocken ergibt sich nun ein wieder wohlklingendes Gesamtbild.

Hochaltar: Der Hochaltar wurde 1887 von Pfarrer Paul Sammereyer aus Triftern anlässlich seines 35-jährigen Primizjubiläums in seiner Heimatpfarrei Birnbach gestiftet. Der neugotische Altar erhebt sich in klarer Dreiteilung von Pedrella, Retabel mit Hauptnische und Seitenkomparti-menten sowie zuoberst das Gesprenge. Den Mittelpunkt des ganzen Altarwerkes bildet das Relief „Mariä Krönung“. Die Szenerie wird umrahmt von Engeln und Gottvater. Seitlich des Altarreliefs haben in zwei gewölbten Nischen links der hl. Johannes Nepomuk und rechts der hl. Franz Xaver ihren würdevollen Platz erhalten. Mit den Evangelistenfiguren darüber beginnt bereits der Aufbau des feingliedrigen Sprengwerks, an dessen Spitze der Engelsfürst Michael wacht. Begleitet wird er von den beiden Erzengeln Raffael und Gabriel, die jeweils neben ihm Platz gefunden haben.

Marienkapelle: Die Marienkapelle birgt mit der neugotischen Darstellung Marias mit dem Leichnam Jesu Christi und den Heiligen Leonhard und Franz von Assisi den Mittelpunkt des ursprünglich 1891/92 hier aufgestellten Muttergottes-Altars. Gegenüber befindet sich ein überlebensgroßes Barockkreuz aus dem frühen 18. Jahrhundert. Links und rechts davon erinnern Gedenktafeln an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Mitbürger. Etwa in der Mitte der Marienkapelle steht der neugotische Taufstein.

Chrysanthikapelle: An der Nordseite des Kirchenschiffes ließ der Hofmarksherr Freiherr von Schmid 1734 die jetzige Chrysanthikapelle anbauen, vermutlich als Grabgelege für seine Familie. Hinweis darauf ist eine Kartusche mit dem Ehewappen der Freiherren von Schmid-Echingen zu Balzheim über dem Triumphbogen. Diese Seitenkapelle beherbergt die Reliquien des Katakombenheiligen Chrysanthus aus Rom, die auf Bitten des Freiherrn von Schmid 1695 vom Kloster St. Salvator nach Birnbach überführt wurden und zunächst in der Mitte des Presbyteriums ihren Platz fanden. Bei der Renovierung 1949 hatte man den Reliquienschrein des hl. Chrysanthus der Pfarrei Wallersdorf übereignet. An seine Stelle wurde die Bruder Konrad Statue gestellt. Am 25. Oktober 1976 wurden jedoch die Reliquien wieder zu ihrem ursprünglichen Platz zurückgeführt und befinden sich seit dem in einem Glassarkophag.

Kanzel: Die Kanzel, die im gleichen Stil und in gleicher Fassung wie der Hochaltar gehalten ist, wurde 1888 aufgestellt. Sie zeigt an den vier freien Seiten die vier evangelischen Gleichnisse, vom guten Hirten, der Bergpredigt, dem reichen Fischfang und dem Sämann. Der Hintergrund an der Darstellung des Sämanns zeigt sinnigerweise die Birnbacher Kirche mit dem ehemaligen Maria-Ward-Kloster. Das gesamte Werk ist von großer Schönheit.

Empore/Orgel: Am westlichen Ende der Kirche befindet sich die zweigeschossige Empore mit der Orgel. Das erste Stockwerk verfügt über 100 Sitzplätze und wird traditionell überwiegend von den männlichen Gottesdienstbesuchern in Anspruch genommen. Seit 1970 erklingt von der obersten Empore die Eisenbarth-Orgel aus Passau. Die Brüstungen sind jeweils mit neugotischem Blendmaßwerk geziert.

Patrozinium: 15. August

Weitere Informationen begleitend zum Bruder Konrad Jahr 2018 finden Sie in unserer dazugehörigen Broschüre

https://media.badbirnbach.de/katalog/Mit-Bruder-Konrad-durchs-Rottal/

Karte

Bitte geben Sie Ihre Startadresse ein

Geben Sie bitte Ihren gewünschten Abfahrtsort ein. Sie können auch die Straße und Hausnummer mit eingeben, für eine genaue Berechnung der Strecke.