20. Schwaibach – Modler, Neustifter und an der Rott entlang | Bad Birnbach Zum Inhalt springen Zur Navigation springen
20. Schwaibach – Modler, Neustifter und an der Rott entlang

20. Schwaibach – Modler, Neustifter und an der Rott entlang

Wanderung

  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit leicht
  • Dauer 1:15 h
  • Länge 5 km
  • Aufstieg 65 m
  • Abstieg 65 m
  • Niedrigster Punkt 350 m
  • Höchster Punkt 412 m

Beschreibung

Diese schöne Runde beginnt an der Filialkirche Peter und Paul und führt uns zunächst durch das Dorf Schwaibach, das eine lange Geschichte aufweist. Schon um 1145 gibt es eine urkundliche Erwähnung, als „Otto de Swibir“ Zeuge für das Kloster Reichenberg war. Der Rottstraße entlang kommen wir dem Fluss, der den Landstrich über Jahrtausende prägte, sehr nahe. Sogar ans Ufer kann man an der ein oder anderen Stelle gelangen. Unser Weg führt parallel zur Ortschaft Leithen. Am Ortsende von Leithen geht es für ein Teilstück auf der PAN12 weiter, ehe wir wieder auf einem idyllischen Feldweg durch die Fluren wandern. Dies geschieht quasi auf historischen Pfaden, denn der Weg führt mitten durch die beiden Burgställe Alteck (unmittelbar bei Leithen) und Neudeck hindurch. Was mögen sich hier für Szenarien abgespielt haben? Wie auch immer, der Feldweg bringt uns zurück nach Schwaibach und von dort aus kehren wir zum Ausgangspunkt zurück. Die Tour sollte aber nicht enden, ohne der Nebenkirche Peter und Paul einen Besuch abzustatten. Schon von außen ist die Kirche imposant. Der Turm stammt noch aus dem 14. Jahrhundert. 1616 wurde der einwöchige Chor mit einem Kreuzgratgewölbe versehen. Highlight ist zweifellos der schwungvoll gearbeitete Altar mit seinen überbordenden Rokokoformen. Kein Geringerer als Johann Baptist Modler hat hier seine Handschrift hinterlassen. „Die kräftigen Farben der Fassung, das lebhafte Figurenspiel der Putti und die beiden seitlichen Portale machen aus dem Altar ein kleines 'Theatrum sacrum'. Der Barock liebte solche Inszenierungen, die Illusionen erzeugen sollten. Hier nun besteht die Illusion darin, dass die hohen und breiten 'Durchgänge' den Zugang in einen Raum hinter dem Altar zu vermitteln scheinen, in Realität sich dort aber nur ein handtuchschmaler Freiraum befindet, zu eng für einen Altarumgang, aber eben auch keine feste Wand“, schreibt der Kunst- und Kulturführer über das um 1760 entstandene Meisterwerk.
Sehenswürdigkeiten:

Kirche Peter und Paul mit Modler-Altar

Schöne Stellen an der Rott

Idyllische Feldwege und schöne Aussichten