24. Hirschbach – Große Hirschbachrunde
Wanderung
3
Bilder
© Quelle: Bad Birnbach
- Typ Wanderung
- Schwierigkeit mittel
- Dauer 2:45 h
- Länge 10,7 km
- Aufstieg 115 m
- Abstieg 115 m
- Niedrigster Punkt 370 m
- Höchster Punkt 476 m
Beschreibung
Startpunkt der abwechslungsreichen Runde ist an der Pfarrkirche Sankt Martinus. Die Heugrippenstraße bringt uns recht steil hinauf nach Schmidsöd, Trautenöd und Köpfertsöd. Es sind stolze Rottaler Vierseithöfe, die hier das Landschaftsbild prägen. Vor uns liegt nun ein großes Waldstück, das wir erst nahe Faberöd wieder verlassen. Neben der herrlichen bäuerlichen Kulturlandschaft fällt hier ein Hochkreuz auf, das Hochkreuz von Faberöd. „Es war schon immer da“, sagen Einheimische. Mehr weiß man bei der Familie von Josef Blüml in Faberöd“, denn das Feldkreuz ist quasi auch das Hofkreuz hier oben. Es steht tatsächlich seit Generationen da. Wie lange genau, das weiß man allerdings nicht genau. Es könnte etwas mit einem heimkehrenden Soldaten der Truppen Napoleons zu tun haben, der dort oben erschlagen worden ist, heißt es. In Band 4 der Bad Birnbacher Heimathefte lesen wir im Aufsatz von Erwin Weber darüber hinaus, dass das 4,60 Meter hohe Kreuz womöglich an die bis Faberöd heranreichende Bauernschlacht von Aidenbach erinnern soll, die sich im Januar 1706 zugetragen hat. Oder war es ein heimkehrender Soldat der bayerischen Armee, der mit Napoleon in Russland war und kurz vor dem elterlichen Hof verstorben ist? Wie auch immer: In Faberöd hat man sich des mächtigen Kreuzes stets angenommen. Es ist immer wieder hergerichtet worden, und das soll auch so bleiben. Bleibt natürlich noch die Frage nach dem Namen des Weilers „Faberöd“. „Wahrscheinlich abgeleitet von Felber = Weide, Weidenbaum“, erklärt uns Dr. Josef Hofbauer im vorher schon zitierten Birnbacher Heimatbuch von 1983. In Wurmsöd passieren wir eine mächtige PV-Anlage, eine der ersten, die hier in der Region entstanden ist. Wieder geht es nun für eine längere Phase durch den Wald, der uns bei Kinten schöne Ausblicke auf Kirchberg und das Tattenbachtal gewährt. Bei Eglgessing beginnt der Abstieg Richtung Hirschbach, wiederum begleitet von wahrhaft schönen Ausblicken auf den Ort und die ihn umgebende Landschaft.
Sehenswürdigkeiten:
Pfarrkirche Sankt Martinus Hirschbach
Bronze-Figur von Wolf Hirtreiter
Dorfbrunnen von Alois Demlehner
Hochkreuz bei Faberöd
Idyllische Wege und schöne Aussichten