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Rotthalmünster

Rotthalmünster

Der Marktplatz in Rotthlamünster gilt heute als einer der schönsten in ganz Niederbayern. Dahinter liegt eine bewegte Geschichte, die nun bis in die heutige Zeit noch Zeichen hinterlässt.

Der Markt Rotthalmünster verdankt seine Entstehung dem ältesten adeligen Eigenkloster, das uns in den Schriftquellen Bayerns überhaupt begegnet. Schon unter Herzog Hugbert (725-737) aus dem Geschlecht der Agilolfinger, gründete der weitversippte Edle Wilhelm ein Nonnenkloster, das aber den Ungarnstürmen zum Opfer fiel. Der Name "Münster" ist also auf das Kloster, das "Monasterium", zurückzuführen. Der Ort gehörte vom 11. bis zum 13. Jahrhundert den Grafen von Formbach und Neuburg, kam 1248 an die Wittelsbacher Her-zöge und wurde damals bereits als Markt (forum) bezeichnet. Der Marktplatz zählt in seiner baulichen Geschlossenheit zu den schönsten in Niederbayern, wobei sich die durch Brände verschonte Westseite als Charakteristikum des Inn-Salzach-Stiles präsentiert. Das dekorativste Bauwerk aus vergangenen Zeiten ist das "Portalstöckl", ein Torturm aus dem 15. Jahr-hundert. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die in ihrer heuti-gen Form auf das Jahr 1452 zurückgeht, ist ein spätgotischer Bau, in Mittelstellung zwischen Basilika und Hallenkirche. Ein Blick in die Wieskapelle (1737-1740 erbaut), einst Wallfahrts-kirchlein, heute Kriegergedächtniskapelle, mit ihrem schmiede-eisernen Chorabschlussgitter lohnt sich ebenfalls.Die Klosterkirche in Asbach, die von Francois Cuvillies d.J. im klassizistischen Stil kurz vor der Säkularisation (1776 bis 1787) erbaut wurde, birgt einmalige Kunstschätze von Johann Martin Schmidt (Altarbilder), Joseph Schöpf (Deckenfresken), Josef Deutschmann (Altarfiguren, Kanzel und Tabernakel) und Anton Burchard (Altaraufbauten, Kirchengestühl). Diese Kirche stellt eine gelungene Komposition des Übergangs vom Rokoko zum Klassizismus dar. Besonders interessant sind auch die Konventgebäude der einstmaligen, bereits 1127 gegründeten Benediktinerabtei Asbach. Das Bayerische Nationalmuseum hat in den renovierten altehrwürdigen Klosteranlagen ein Zweigmuseum eröffnet, wobei sich neben einer Studien-sammlung mittelalterlicher Bildwerke hier auch eine seltene Sammlung von Abgüssen von Skulpturen des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit findet. Das Kloster haben seinerzeit immerhin Künstler wie Domenico Cristoforo Zuccalli, Johann Jakob Zeiller, Johann Baptist Modler und Giovanni Battista Carlone ausgestattet.Echte niederbayerische Dorfidylle findet man im Ortsteil Weih-mörting, wo wohl schon im 8. Jahrhundert eine der ältesten Kirchen in der Gegend gestanden sein dürfte. Die heutige Kir-che stammt in ihren älteren Teilen, dem Chor, dem Mittelschiff des Langhauses und dem Turm aus dem 14. Jahrhundert und prägt mit dem weit sichtbaren Turm das Ortsbild.Für eine sportliche Betätigung und Freizeitgestaltung sorgen sechs Tennisplätze in Rotthalmünster und zwei Tennisplätze in Asbach, eine Zweifeld-Tennishalle in Rotthalmünster, ein Na-turerlebnisbad in Leithen, Sommerstockschießen mit Stock-halle in Pattenham, Asphaltkegelbahnen, eine Kartsport-Bahn mit 851 m Länge in Buch und eine Reithalle. Aus kultureller Sicht bietet sich ein Besuch des Heimatmuseums in Rotthal-münster oder des Feuerwehrmuseums in Rottfelling an.