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Neuer Marktplatz

Neuer Marktplatz

Hier haben z.B. die Bad Birnbacher Wochenmärkte eine Heimat gefunden, hier finden Teile der traditionsreichen Jahrmärkte, aber auch Festlichkeiten wie Erntedank, das Maibaumaufstellen, Konzerte und vieles mehr einen idealen Rahmen.

© Viktor Gröll

Eine der grundlegenden Entscheidungen in der Entwicklung Bad Birnbachs war es, das Kurgebiet nicht – wie sonst landauf, landab üblich – als Satellit irgendwo vor den Toren des Ortes anzusiedeln. Vielmehr gehört es von Anfang an zur Philosophie des „ländlichen Bades“, alles miteinander zu verbinden, quasi zu „vernetzen“, um es Neudeutsch zu sagen. Unweit der bestehenden Hofmark mit ihrer in weitem Umkreis einmaligen Geschichte befand sich der alte Festplatz. Früher wurden hier Volksfeste ausgerichtet, aber auch Faschingsveranstaltungen. Dieses Areal eignete sich hervorragend, als städtebauliches Bindeglied zwischen der altehrwürdigen Hofmark und dem neu entstehenden Kurgebiet zu fungieren. Als „Neuer Marktplatz“ sollte ein neuer Anziehungspunkt entstehen. Aber auch für die Hofmark selbst entwickelte man Visionen, die mittlerweile längst umgesetzt sind. Das Konzept „ländliches Bad“ beschreibt nicht nur eine städtebauliche Grundordnung, sondern eine eigene Philosophie. Die Heiterkeit des Südens soll dabei zum Ausdruck gebracht werden. Immerhin gehört das Rottal zu den sonnenreichsten Gegenden der Republik. In zahlreichen Kirchen, aber auch auf vielen unserer Rottaler Vierseithöfe, haben italienische Baumeister ihre Spuren hinterlassen. Und wenn wir den Blick noch etwas weiten, stoßen wir auf Passau, eine Stadt, von der viele sagen, sie sei die „italienischste Stadt außerhalb Italiens“. Noch eine bedeutende Analogie gibt es, nämlich die heißen Quellen. In Italien gibt es diesbezüglich eine uralte Tradition, die schon zu Zeiten der Römer begründet wurde. Grund genug, dem Flaggschiff der neuen Birnbacher Entwicklung als „beginnender Süden“ demzufolge auch eine südländische Note zu geben. Daher beispielswiese auch die Schreibweise der „Terme ohne h“. Der Neue Marktplatz wurde in diese Philosophie eingebunden, wie alleine schon seine Bauweise zeigt. Ein von der Hofmark und dem Kurgebiet aus gut zugänglicher, großer Markt- oder auch Festplatz in der Mitte, umgeben von einer Arkadenstruktur, die südländisches Ambiente und die traditionelle Rott- und Inntaler Bauweise vereint, wurden geschaffen. Grundgedanke war eine Wegeführung an den Schaufenstern vorbei unter den Arkaden zu ermöglichen. Die Gestaltung des Marktplatzes kommt übrigens nicht von ungefähr. Die Piazza del Campo in der Stadt Siena in der Toskana (übrigens mittlerweile Weltkulturerbe der UNESCO) stand dabei als Pate.

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